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Einweihung PV-Anlage Caritas Schule Oranienburg

Schule kann nun auch sehen, wie viel Strom sie produziert

Von Steffen Kretschmer

ORANIENBURG Wenn Strom erzeugt wird, ist er meist nicht zu sehen. Es sei denn, es schlagen Blitze ein, die die Elektrizität sichtbar machen. Um nun den Schülern der Oranienburger St.-Johannesberg-Schule zu verdeutlichen, wie viel Strom die neue Solaranlage auf ihrem Schuldach erzeugt, gibt es in der Einrichtung eine Besonderheit. Ein Bildschirm im Foyer der Schule zeigt an, wie viel Strom gerade produziert wird.
Auch der Monats- und Jahresertrag können darauf abgelesen werden. Spannend ist zudem für die Schüler, dass sie genau erkennen können, wie viel Kohlendioxyd durch die Sonnenenergie vermieden werden kann. Seit der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage im Juni dieses Jahres sind dies bereits 199 Kilogramm. Das entspräche etwa einer zurückgelegten Strecke mit dem Pkw von etwa 994 Kilometern.

"Die Erde haben wir nur einmal. Deshalb haben wir uns gedacht, dass wir etwas tun müssen", erklärt Birgit Jende, die Leiterin der Einrichtung im St. Johannesberg, ihren Schülern. So seien sie nun eine besonders umweltfreundliche Schule, fügte Jende hinzu.

Um noch mehr über die Nutzung der erneuerbaren Energien zu lernen, haben die Schülerinnen und Schüler dieses Thema auch in ihrem Unterricht behandelt. Das Interesse der Schüler, was dort auf ihrem Dach genau passiert, sei deshalb groß.

Die im Juni installierten 56 Module der Anlage haben eine Nennleistung von etwa 13 Kilowatt-Stunden. Ein normales Einfamilienhaus mit einer Solaranlage auf dem Dach produziert etwa sechs bis sieben Kilowatt-Stunden.

Der gesamte Strom, der durch die Sonnenenergie gewonnen wird, wird sogleich ins Netz der Oranienburger Stadtwerke gespeist. Ein erster Kassensturz, was die Schule nun an Stromkosten einsparen könne, sei deshalb erst nach einem Jahr möglich, verdeutlicht Jende.

Allerdings erwirtschaftete die Solaranlage auf dem Dach bereits allein in den Sommermonaten Juni und Juli etwa 1 400 Euro. "Das Gute ist, dass wir deutschlandweit, was die Sonnentage betrifft, in den vergangenen Jahren einige Plätze nach vorn gerückt sind", weiß Holger Klopfleisch von der Firma Solarpartner Berlin Brandenburg, die ihren Sitz in Lehnitz hat. Es sei bei einer solchen Anlage auch von Vorteil, dass diese bereits mit einfachem Tageslicht funktioniert, so der Experte Klopfleisch.

ET: 06.10.2010 (Oranienburg / Leegebruch)